Impulse für Alpenstädte

Über ein Drittel der Bevölkerung des Alpenraums lebt in urbanen Räumen. Insbesondere die Alpenstädte bilden damit einen Schlüssel für eine nachhaltige Zukunft. Sie sind Treiber kritischer Entwicklungen, aber auch Teil zukunftsfähiger Lösungen. Vor gut einem Jahr hat das ARE für die Schweiz den Vorsitz der Alpenkonvention, des internationalen Abkommens zur nachhaltigen Entwicklung der Berggebiete in allen Alpenstaaten, übernommen. In dieser Funktion hat sich das ARE mit seinen Partnern zum Ziel gesetzt, das Nachhaltigkeitspotenzial der Alpenstädte zu stärken. Zwei Projekte sollen dazu beitragen. Einerseits soll eine wissenschaftliche Analyse die aktuellen Herausforderungen der Alpenstädte aufzeigen und Entwicklungsperspektiven erarbeiten. Andererseits werden im Rahmen des Projekts «Climate action in Alpine towns» raumplanerische Lösungen zum Klimaschutz entwickelt. Es ist Teil der «Territorialen Agenda 2030» der Europäischen Union. Seine Umsetzung erfolgt in direkter Zusammenarbeit mit den Gemeinden und der lokalen Bevölkerung.

alpinetowns.alpconv.org

Praxis-Toolbox «Kreislaufwirtschaft»

Der Ansatz der Kreislaufwirtschaft birgt grosses Potenzial für neue Modelle der Zusammenarbeit, neue Geschäftsmodelle und andere Innovationen. Er trägt dazu bei, die Umweltauswirkungen zu minimieren, und schafft wirtschaftlichen Mehrwert. Dies eröffnet Chancen für die nachhaltige Entwicklung von Regionen, Städten und Gemeinden. Doch wie funktioniert die Kreislaufwirtschaft? Wie lassen sich Kreislaufwirtschaftsprojekte anstossen? Und welche Rolle können regionale Entwicklungsträgerinnen und -träger dabei übernehmen? Die neue Praxis-Toolbox «Kreislaufwirtschaft» von regiosuisse bietet Antworten und zeigt mögliche Vorgehensweisen und Beispiele auf.

regiosuisse.ch/kreislaufwirtschaft

Verkehrsperspektiven 2050

Der Verkehr wächst in Zukunft weniger stark als die Bevölkerung. Verantwortlich dafür sind gesellschaftliche und wirtschaftliche Trends wie Homeoffice, die anhaltende Urbanisierung, Digitalisierung und die Alterung der Bevölkerung. Dies zeigen die schweizerischen «Verkehrsperspektiven 2050» des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK). Im Hauptszenario «Basis» nimmt die Verkehrsleistung in Personenkilometern bis 2050 um 11 Prozent zu, während die Bevölkerung um 21 Prozent wächst. Die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Trends schlagen sich auch im Güterverkehr nieder. Er verzeichnet mit 31 Prozent im Szenario «Basis» bis 2050 zwar eine deutliche Zunahme, doch fällt sie geringer aus als die wirtschaftliche Entwicklung mit einem Zuwachs des Bruttoinlandprodukts von 57 Prozent. Die «Verkehrsperspektiven 2050» dienen unter anderem als Grundlage für die Verkehrs- und Raumplanung des Bundes.

are.admin.ch/verkehrsperspektiven

Weiterentwicklung der Tourismusstrategie

Der Bundesrat hat am 10. November 2021 die neue Tourismusstrategie verabschiedet. Sie legt die Stossrichtungen der künftigen Tourismuspolitik des Bundes fest. Die Ziele der bisherigen Tourismusstrategie – Rahmenbedingungen verbessern, Unternehmertum fördern, Chancen der Digitalisierung nutzen und Attraktivität des Angebots und des Marktauftritts stärken – haben sich bewährt und werden beibehalten. Ergänzt werden sie durch das neue Ziel «Zur nachhaltigen Entwicklung beitragen». Bei der Umsetzung der Tourismusstrategie setzt der Bund weiterhin auf die vier bewährten tourismuspolitischen Förderinstrumente Innotour, Schweizerische Gesellschaft für Hotelkredit (SGH), Schweiz Tourismus (ST) sowie Neue Regionalpolitik (NRP). Die Investitionsförderung des Bundes durch die SGH und die NRP soll zudem modernisiert und gestärkt werden.

seco.admin.ch/tourismus

20-mal regioS!

Mit der aktuellen Ausgabe zum Thema «Landschaft und Regionalentwicklung» feiert «regioS» ein Jubiläum. Seit 2009 analysiert und diskutiert das Magazin zum zwanzigsten Mal Kernthemen der Schweizer Regionalpolitik und Regionalentwicklung. Entstanden ist in dieser Zeit eine eigentliche Dokumentation, wie Lösungen für die Herausforderungen in den Regionen entwickelt und realisiert werden. Möglich machen dies die Akteurinnen und Akteure, die sich in unterschiedlichen Rollen und vielfältigen Funktionen für die regionale Entwicklung engagieren und unserem Team Einblick in ihre Erfahrungen geben, aber auch die Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Verwaltung, die die Entwicklungen kommentieren und Zugang zu neuesten Erkenntnissen schaffen. Ihnen allen danken wir für ihre Beiträge zu dieser Dokumentation der Schweizer Regionalentwicklung. Wir freuen uns darauf, die Regionalpolitik und kohärente Raumentwicklung weiterhin ins Scheinwerferlicht stellen zu können.

zur aktuellen Ausgabe: regios.ch

Direkt zu 20-mal «regioS»: regios.ch/archiv

Programm «Smart Villages/Smart Regions»

Die Digitalisierung betrifft alle Lebensbereiche; auch Gemeinden und Regionen in Berggebieten eröffnet sie neue Möglichkeiten. Im Rahmen der NRP-Pilotmassnahmen für die Berggebiete haben das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) und die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) das Programm «Smart Villages/Smart Regions» lanciert. Das Programm bietet Beratung und finanzielle Unterstützung für Gemeinden und Regionen, die in einem partizipativen Prozess Massnahmen erarbeiten, mit denen sich die digitalen Möglichkeiten für die wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung nutzen lassen. Ziel ist es, jeweils einen von der Gemeindeexekutive verabschiedeten Aktionsplan mit konkreten Umsetzungsprojekten zu entwerfen. Die Möglichkeiten des Programms nutzen bereits mehr als ein Dutzend Gemeinden und Regio­nen. Weitere können teilnehmen.

Mehr zum Programm und zur Teilnahme

regiosuisse.ch/nrp-pilotmassnahmen-berggebiete

Chancen «urbaner Landwirtschaft»

«Urbane Landwirtschaft» ist ein breites und vielfältiges Phänomen, das weit über Balkongärten und Dachbepflanzungen hinausgeht. Neben innovativen Projekten und neuen Modellen des Urban Gardening zählen auch Landwirtschaftsbetriebe dazu, die auf die Vorteile der Stadtnähe setzen und neue Geschäftsmodelle entwickelt haben. Eine Online-Publikation der AGRIDEA geht anhand verschiedener Beispiele den Chancen der «urbanen Landwirtschaft» nach und bietet Hintergrundinformationen ebenso wie Tipps und Tricks für eigene Projekte.

agripedia.ch/agriculture-et-ville

Landschaft, Baukultur und Tourismus

Die zahlreichen landschaftlichen und baukulturellen Werte in der Schweiz bergen ein beachtliches touristisches Potenzial. Gemäss der Tourismusstrategie des Bundes gehören sie zur Basis des Schweizer Tourismus. In Zusammenarbeit mit den Bundesämtern für Kultur (BAK) und Umwelt (BAFU) hat das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) ein Grundlagenpapier erarbeiten lassen, das Potenziale, mögliche Synergien und Handlungsachsen aufzeigt, wie die landschaftlichen und baukulturellen Werte nachhaltig erhalten und gefördert werden können und gleichzeitig die touristische Wertschöpfung gesteigert wird. Das Inputpapier soll dazu beitragen, das Image der Schweiz als qualitativ hochstehendes Reiseland mit einer gelebten und attraktiven Kultur und Landschaft weiterzuentwickeln.

Inputpapier Baukultur, Landschaft und Tourismus

Branchenszenarien 2060

Wie wird sich die Wirtschaftsstruktur in der Schweiz langfristig entwickeln? Das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE), das Bundesamt für Energie (BFE) und das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) haben Szenarien für die Branchenentwicklung in der Schweiz bis 2060 erarbeiten lassen. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für Analysen und Perspektiven, beispielsweise für die Raum- und Verkehrsentwicklung oder im Energiebereich. Nebst dem nationalen wirtschaftlichen Strukturwandel weisen die Szenarien die Entwicklung der Beschäftigung, der Wertschöpfung und den Output (Bruttoproduktionswert) nach Sektoren auch für die Kantone und die Arbeitsmarktregionen aus. Resultate der nationalen und regionalen Szenarien sowie ein Bericht mit den wichtigsten Ergebnissen finden sich auf der Website des Bundes.

bk.admin.ch

Schweizer Vorsitz der Alpenkonvention

Die Schweiz hat am 10. Dezember für die Jahre 2021 und 2022 den Vorsitz der Alpenkonvention, des internationalen Abkommens zur nachhaltigen Entwicklung der Berggebiete in allen Alpenstaaten, übernommen. Der Lead für den Vorsitz liegt beim Bundesamt für Raumentwicklung (ARE). Als roten Faden hat das ARE das Thema «Klima» gewählt. Die Schweiz wird die Präsidentschaft nutzen, um die Zusammenarbeit im Klimaschutz und in der Klimaan­passung zu stärken. Wichtig sind der Schweiz dabei auch die Themen «Alpenstädte», «Velomobilität», «nachhaltiges Bauen und Sanieren im Alpenraum» sowie «Zusammenarbeit mit Jugendlichen».

are.admin.ch/alpenkonvention