Branchenszenarien 2060

Wie wird sich die Wirtschaftsstruktur in der Schweiz langfristig entwickeln? Das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE), das Bundesamt für Energie (BFE) und das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) haben Szenarien für die Branchenentwicklung in der Schweiz bis 2060 erarbeiten lassen. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für Analysen und Perspektiven, beispielsweise für die Raum- und Verkehrsentwicklung oder im Energiebereich. Nebst dem nationalen wirtschaftlichen Strukturwandel weisen die Szenarien die Entwicklung der Beschäftigung, der Wertschöpfung und den Output (Bruttoproduktionswert) nach Sektoren auch für die Kantone und die Arbeitsmarktregionen aus. Resultate der nationalen und regionalen Szenarien sowie ein Bericht mit den wichtigsten Ergebnissen finden sich auf der Website des Bundes.

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Schweizer Vorsitz der Alpenkonvention

Die Schweiz hat am 10. Dezember für die Jahre 2021 und 2022 den Vorsitz der Alpenkonvention, des internationalen Abkommens zur nachhaltigen Entwicklung der Berggebiete in allen Alpenstaaten, übernommen. Der Lead für den Vorsitz liegt beim Bundesamt für Raumentwicklung (ARE). Als roten Faden hat das ARE das Thema «Klima» gewählt. Die Schweiz wird die Präsidentschaft nutzen, um die Zusammenarbeit im Klimaschutz und in der Klimaan­passung zu stärken. Wichtig sind der Schweiz dabei auch die Themen «Alpenstädte», «Velomobilität», «nachhaltiges Bauen und Sanieren im Alpenraum» sowie «Zusammenarbeit mit Jugendlichen».

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Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030

Im November hat der Bundesrat die Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030 in die Vernehmlassung geschickt. Sie zeigt auf, wie der Bundesrat die «Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung» umsetzen will. Mit ihr wird die nachhaltige Entwicklung als Anforderung für alle Politikbereiche des Bundes verankert. Besonderen Handlungs- und Abstimmungsbedarf identifiziert sie in den Bereichen «nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion», «Klima, Energie, Biodiversität» und «Chancengleichheit». Die Strategie legt zudem dar, wie die Wirtschaft, der Finanzmarkt sowie der Bereich «Bildung, Forschung und Innovation» die nachhaltige Entwicklung vorantreiben können. Nach der Vernehmlassung wird der Bundesrat einen Aktionsplan für die Jahre 2021 bis 2023 verabschieden.

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30 Jahre Interreg

Interreg, das grenzüberschreitende Förderinstrument der Europäischen Union, besteht nun seit 30 Jahren. Seit den Anfängen beteiligen sich daran auch Schweizer Partnerinnen und Partner. In der Jubiläumsbroschüre «30 Jahre Interreg – 30 ans d’Interreg – 30 anni di Interreg» werfen Beteiligte auf Programm-, Projekt- und Poli­tikebene aus der Schweiz und dem Ausland einen Blick zurück und nach vorne. Sie berichten über ihre Erfahrungen mit Interreg, die Bedeutung der einzelnen Programme und die Chancen, die sich für die Regionen dank der grenzüberschreitenden und transnationalen Zusammenarbeit auch in Zukunft eröffnen.

Download Jubiläumsbroschüre:
interreg.ch

Entwicklungsperspektiven für die Berggebiete!

Die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung spricht sich für gute Entwicklungschancen in den Berggebieten aus. Der Bund soll dafür geeignete Fördermassnahmen ergreifen. Ein besseres Angebot für Familien und eine dichtere Verkehrserschliessung sehen die Einwohnerinnen und Einwohner der Berggebiete sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft als die beiden wichtigsten Prioritäten des Bundes in der Berggebietspolitik. Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Umfrage zu den Entwicklungsperspektiven der Schweizer Berggebiete, die im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) im Herbst 2019 durchgeführt wurde. Die Ergebnisse der Umfrage fliessen unter anderem in die Überlegungen zur Weiterentwicklung der Neuen Regionalpolitik (NRP) und der Politik für die ländlichen Räume und Berggebiete ein.

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NRP in Corona-Zeiten

Die Zielgebiete der NRP sind besonders stark von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise betroffen: die Berggebiete aufgrund der starken Abhängigkeit vom Tourismus, die industriellen Kantone Neuenburg und Jura durch den Einbruch der Exportnachfrage und der Grenzkanton Tessin durch seine Nähe zu Norditalien, weshalb er die stärksten Massnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus ergriffen hat. Bund und Kantone haben rasch Massnahmen auch im Rahmen der NRP beschlossen: Amortisationen von NRP-Darlehen gestundet, das Unternehmenscoaching konsequent auf die Krisenbedürfnisse ausgerichtet und Digitalisierungsprojekten zusätzlich Schub verliehen. Die NRP wird weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Krisenbewältigung leisten.

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Nationales Personenverkehrsmodell (NPVM)

Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (uvek) hat das Nationale Personenverkehrsmodell (npvm) erneuert. Es steht nun Behörden, Verkehrsunternehmen und anderen Akteuren für Planungen und Analysen zur Verfügung und erlaubt beispielsweise, die Auswirkungen von Verkehrsprojekten auf das Mobilitätsverhalten der Bevölkerung zu untersuchen. Das npvm bildet das Schweizer Verkehrssystem von 2017 als Basisjahr ab und berücksichtigt die Verkehrsmodi Auto, öffentlicher Verkehr (ÖV), Velo- und Fussverkehr. Das neue Modell unterscheidet rund 8000 Verkehrszonen in der Schweiz, 5000 mehr als die Vorgängerversion. Abgebildet sind auch Quartierstrassen und alle Fahrpläne des ÖV. Insgesamt ermöglicht das neue NPVM einen detaillierteren Blick auf die einzelnen Regionen.

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