20-mal regioS!

Mit der aktuellen Ausgabe zum Thema «Landschaft und Regionalentwicklung» feiert «regioS» ein Jubiläum. Seit 2009 analysiert und diskutiert das Magazin zum zwanzigsten Mal Kernthemen der Schweizer Regionalpolitik und Regionalentwicklung. Entstanden ist in dieser Zeit eine eigentliche Dokumentation, wie Lösungen für die Herausforderungen in den Regionen entwickelt und realisiert werden. Möglich machen dies die Akteurinnen und Akteure, die sich in unterschiedlichen Rollen und vielfältigen Funktionen für die regionale Entwicklung engagieren und unserem Team Einblick in ihre Erfahrungen geben, aber auch die Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Verwaltung, die die Entwicklungen kommentieren und Zugang zu neuesten Erkenntnissen schaffen. Ihnen allen danken wir für ihre Beiträge zu dieser Dokumentation der Schweizer Regionalentwicklung. Wir freuen uns darauf, die Regionalpolitik und kohärente Raumentwicklung weiterhin ins Scheinwerferlicht stellen zu können.

zur aktuellen Ausgabe: regios.ch

Direkt zu 20-mal «regioS»: regios.ch/archiv

Programm «Smart Villages/Smart Regions»

Die Digitalisierung betrifft alle Lebensbereiche; auch Gemeinden und Regionen in Berggebieten eröffnet sie neue Möglichkeiten. Im Rahmen der NRP-Pilotmassnahmen für die Berggebiete haben das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) und die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete (SAB) das Programm «Smart Villages/Smart Regions» lanciert. Das Programm bietet Beratung und finanzielle Unterstützung für Gemeinden und Regionen, die in einem partizipativen Prozess Massnahmen erarbeiten, mit denen sich die digitalen Möglichkeiten für die wirtschaftliche, soziale und ökologische Entwicklung nutzen lassen. Ziel ist es, jeweils einen von der Gemeindeexekutive verabschiedeten Aktionsplan mit konkreten Umsetzungsprojekten zu entwerfen. Die Möglichkeiten des Programms nutzen bereits mehr als ein Dutzend Gemeinden und Regio­nen. Weitere können teilnehmen.

Mehr zum Programm und zur Teilnahme

regiosuisse.ch/nrp-pilotmassnahmen-berggebiete

Chancen «urbaner Landwirtschaft»

«Urbane Landwirtschaft» ist ein breites und vielfältiges Phänomen, das weit über Balkongärten und Dachbepflanzungen hinausgeht. Neben innovativen Projekten und neuen Modellen des Urban Gardening zählen auch Landwirtschaftsbetriebe dazu, die auf die Vorteile der Stadtnähe setzen und neue Geschäftsmodelle entwickelt haben. Eine Online-Publikation der AGRIDEA geht anhand verschiedener Beispiele den Chancen der «urbanen Landwirtschaft» nach und bietet Hintergrundinformationen ebenso wie Tipps und Tricks für eigene Projekte.

agripedia.ch/agriculture-et-ville

Landschaft, Baukultur und Tourismus

Die zahlreichen landschaftlichen und baukulturellen Werte in der Schweiz bergen ein beachtliches touristisches Potenzial. Gemäss der Tourismusstrategie des Bundes gehören sie zur Basis des Schweizer Tourismus. In Zusammenarbeit mit den Bundesämtern für Kultur (BAK) und Umwelt (BAFU) hat das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) ein Grundlagenpapier erarbeiten lassen, das Potenziale, mögliche Synergien und Handlungsachsen aufzeigt, wie die landschaftlichen und baukulturellen Werte nachhaltig erhalten und gefördert werden können und gleichzeitig die touristische Wertschöpfung gesteigert wird. Das Inputpapier soll dazu beitragen, das Image der Schweiz als qualitativ hochstehendes Reiseland mit einer gelebten und attraktiven Kultur und Landschaft weiterzuentwickeln.

Inputpapier Baukultur, Landschaft und Tourismus

Branchenszenarien 2060

Wie wird sich die Wirtschaftsstruktur in der Schweiz langfristig entwickeln? Das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE), das Bundesamt für Energie (BFE) und das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) haben Szenarien für die Branchenentwicklung in der Schweiz bis 2060 erarbeiten lassen. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für Analysen und Perspektiven, beispielsweise für die Raum- und Verkehrsentwicklung oder im Energiebereich. Nebst dem nationalen wirtschaftlichen Strukturwandel weisen die Szenarien die Entwicklung der Beschäftigung, der Wertschöpfung und den Output (Bruttoproduktionswert) nach Sektoren auch für die Kantone und die Arbeitsmarktregionen aus. Resultate der nationalen und regionalen Szenarien sowie ein Bericht mit den wichtigsten Ergebnissen finden sich auf der Website des Bundes.

bk.admin.ch

Schweizer Vorsitz der Alpenkonvention

Die Schweiz hat am 10. Dezember für die Jahre 2021 und 2022 den Vorsitz der Alpenkonvention, des internationalen Abkommens zur nachhaltigen Entwicklung der Berggebiete in allen Alpenstaaten, übernommen. Der Lead für den Vorsitz liegt beim Bundesamt für Raumentwicklung (ARE). Als roten Faden hat das ARE das Thema «Klima» gewählt. Die Schweiz wird die Präsidentschaft nutzen, um die Zusammenarbeit im Klimaschutz und in der Klimaan­passung zu stärken. Wichtig sind der Schweiz dabei auch die Themen «Alpenstädte», «Velomobilität», «nachhaltiges Bauen und Sanieren im Alpenraum» sowie «Zusammenarbeit mit Jugendlichen».

are.admin.ch/alpenkonvention

Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030

Im November hat der Bundesrat die Strategie Nachhaltige Entwicklung 2030 in die Vernehmlassung geschickt. Sie zeigt auf, wie der Bundesrat die «Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung» umsetzen will. Mit ihr wird die nachhaltige Entwicklung als Anforderung für alle Politikbereiche des Bundes verankert. Besonderen Handlungs- und Abstimmungsbedarf identifiziert sie in den Bereichen «nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion», «Klima, Energie, Biodiversität» und «Chancengleichheit». Die Strategie legt zudem dar, wie die Wirtschaft, der Finanzmarkt sowie der Bereich «Bildung, Forschung und Innovation» die nachhaltige Entwicklung vorantreiben können. Nach der Vernehmlassung wird der Bundesrat einen Aktionsplan für die Jahre 2021 bis 2023 verabschieden.

are.admin.ch/sne

30 Jahre Interreg

Interreg, das grenzüberschreitende Förderinstrument der Europäischen Union, besteht nun seit 30 Jahren. Seit den Anfängen beteiligen sich daran auch Schweizer Partnerinnen und Partner. In der Jubiläumsbroschüre «30 Jahre Interreg – 30 ans d’Interreg – 30 anni di Interreg» werfen Beteiligte auf Programm-, Projekt- und Poli­tikebene aus der Schweiz und dem Ausland einen Blick zurück und nach vorne. Sie berichten über ihre Erfahrungen mit Interreg, die Bedeutung der einzelnen Programme und die Chancen, die sich für die Regionen dank der grenzüberschreitenden und transnationalen Zusammenarbeit auch in Zukunft eröffnen.

Download Jubiläumsbroschüre:
interreg.ch

Entwicklungsperspektiven für die Berggebiete!

Die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung spricht sich für gute Entwicklungschancen in den Berggebieten aus. Der Bund soll dafür geeignete Fördermassnahmen ergreifen. Ein besseres Angebot für Familien und eine dichtere Verkehrserschliessung sehen die Einwohnerinnen und Einwohner der Berggebiete sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Wirtschaft als die beiden wichtigsten Prioritäten des Bundes in der Berggebietspolitik. Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Umfrage zu den Entwicklungsperspektiven der Schweizer Berggebiete, die im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) im Herbst 2019 durchgeführt wurde. Die Ergebnisse der Umfrage fliessen unter anderem in die Überlegungen zur Weiterentwicklung der Neuen Regionalpolitik (NRP) und der Politik für die ländlichen Räume und Berggebiete ein.

regiosuisse.ch/news/umfrage-berggebiete

NRP in Corona-Zeiten

Die Zielgebiete der NRP sind besonders stark von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise betroffen: die Berggebiete aufgrund der starken Abhängigkeit vom Tourismus, die industriellen Kantone Neuenburg und Jura durch den Einbruch der Exportnachfrage und der Grenzkanton Tessin durch seine Nähe zu Norditalien, weshalb er die stärksten Massnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus ergriffen hat. Bund und Kantone haben rasch Massnahmen auch im Rahmen der NRP beschlossen: Amortisationen von NRP-Darlehen gestundet, das Unternehmenscoaching konsequent auf die Krisenbedürfnisse ausgerichtet und Digitalisierungsprojekten zusätzlich Schub verliehen. Die NRP wird weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Krisenbewältigung leisten.

regiosuisse.ch/coronakrise-nrp