Im WERKPARK begegnen sich Menschen aus unterschiedlichen Welten: Lernende treffen auf Unternehmende, Kulturschaffende auf Ingenieur und Ingenieurinnen, Pensionierte sowie Studierende auf Personen aus dem Handwerk. Diese Vielfalt macht den WERKPARK zu einem einzigartigen Ort für Begegnung, Zusammenarbeit und neue Ideen. Hier entstehen Projekte, Wissen wird geteilt und Lernen steht im Mittelpunkt – von ersten kreativen Experimenten bis hin zu marktreifen Innovationen. Auf über 1000 Quadratmetern mit moderner Infrastruktur, in einer inspirierenden Umgebung und getragen von einer aktiven Gemeinschaft entsteht Raum für Kreativität, Bildung und nachhaltige Entwicklung. Hier können Fähigkeiten erweitert und neue Technologien ausprobiert werden.
Am Tag der offenen Tür vom 15. November 2025 haben sich rund 300 Personen die Infrastruktur in den verschiedenen Werkstätten zeigen lassen und waren sehr beeindruckt von den vielfältigen Möglichkeiten, sei es in der Holz- oder Metallwerkstatt im Textil- oder Goldschmiedatelier oder im digitalen Bereich mit CNC-Fräsen, mehreren 3D-Druckern und Lasergeräten in unterschiedlichen Leistungsklassen und Grössen. Nebst einem gut ausgestatteten Seminarraum gibt es auch ein Podcast-Studio, das insbesondere von den Jugendlichen sehr rege benutzt wird.



Der WERKPARK wird aktuell wöchentlich von rund 100 Lernenden der umliegenden Oberstufen für den Unterricht im technischen Gestalten genutzt. Neben individuellen Projekten spielt dabei auch die Berufsorientierung eine zentrale Rolle – ein wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung in der Region.
Nebst Handwerkerinnen, die hier Maschinen und Infrastruktur nutzen, die sie nicht selbst anschaffen müssen, ist der WERKPARK auch ein beliebter Ort für Tagungen und Weiterbildungen verschiedener Unternehmen, Institutionen und Vereine. Theoretische Inputs werden mit praktischen Übungen und konkreten Anwendungen ergänzt, wobei erfahrene Coaches ihr Wissen gerne weitergeben.
Der WERKPARK ist bereits heute eine wichtige Anlaufstelle für Studierende, seien es Architekturstudierende der ETH Zürich, die hier mit leistungsfähigen Lasergeräten ihre Modelle bauen oder Teilnehmende des Residency-Programms der Ostschweizer Textilunternehmen.
«Während einer TaDA-Residency stehen Experimentierfreude und Innovation im Mittelpunkt. Die Residents erproben ihre Ideen und Konzepte unmittelbar in der praktischen Umsetzung. Die Zusammenarbeit mit dem WERKPARK bietet dafür ideale Bedingungen, da hier auch spezialisierte Geräte und Techniken zur Verfügung stehen, auf die wir sonst nicht jederzeit zugreifen können. Offenheit und Flexibilität sind für solche Prozesse entscheidend.
Darüber hinaus konnten wir gemeinsam mit dem WERKPARK, der TaDA-Partnerfirma Textildruckerei Arbon und dem Center Rog in Ljubljana einen ersten praxisorientierten öffentlichen Workshop «Starterkit Nähen und Siebdruck» realisieren. Solche Kooperationen schaffen Raum für Neues und eröffnen inspirierende Möglichkeiten.»
Marianne Burki, Leiterin TaDA (Textile and Design Alliance), Kunst- und Architekturhistorikerin
Beitrag zur regionalen Entwicklung
Der WERKPARK wirkt über die Werkstattnutzung hinaus: Er stärkt regionale Netzwerke, fördert Wissenstransfer zwischen Bildung, Wirtschaft und Kultur und erhöht die Attraktivität des Standorts Appenzellerland. Indem Ressourcen geteilt und Kompetenzen gebündelt werden, entsteht regionale Wertschöpfung – nicht durch Verlagerung, sondern durch Zusammenarbeit vor Ort.
Ausblick: Vom Projekt zur regionalen Infrastruktur
Der Aufbau eines breit gefächerten Kurs- und Weiterbildungsprogramms ist im WERKPARK in vollem Gange. Der WERKPARK entwickelt sich zunehmend als Plattform für Qualifizierung, Innovation und Zusammenarbeit – für Freizeitangebote ebenso wie für fundierte Weiterbildungen von Fachkräften, Unternehmen und Bildungsinstitutionen aus der Region.
Mit der steigenden Nutzung stösst die bestehende Infrastruktur jedoch an räumliche Grenzen. Als nächster Entwicklungsschritt ist deshalb der Ausbau einer zweiten Ebene geplant. Diese soll zusätzliche, ruhigere Arbeits- und Lernzonen schaffen und parallele Nutzungen wie Unterricht, Workshops, Projektarbeit und Coachings besser ermöglichen. Ergänzend ist eine einfache Verpflegungsinfrastruktur vorgesehen, um längere Kurs- und Veranstaltungstage sinnvoll zu unterstützen.

Langfristig positioniert sich der WERKPARK damit als dauerhafte Infrastruktur der Regionalentwicklung: ein Ort, an dem Ideen entstehen, Talente gefördert werden und neue Formen der Zusammenarbeit im ländlichen Raum erprobt werden können – gemeinsam, praxisnah und zukunftsorientiert.
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